Schreibratgeber: Rezensionen, Tipps, Empfehlungen

Interessante Bücher zum Thema Kreatives Schreiben

 

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe an Schreibratgebern, Büchern die sich rund um die Themen Schreibhandwerk, Kreativität, Kreatives Schreiben, Autor werden, Romanschreiben etc. drehen.

Wir haben hier nur eine kleine Auswahl  getroffen, Bücher, die wir Ihnen empfehlen können, ganz subjektiv, aber dennoch mit unserer langjährigen Erfahrung als Autoren und Dozenten im Hintergrund.

 

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Eines der wichtigsten Standardwerke für Schreibhandwerk:

Kreativ schreiben
Handwerk und Technik des Erzählens

von Fritz Gesing, DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG

In Kürze:
Ein umfassendes Standardwerk zum Handwerk des kreativen Schreibens mit vielen Textbeispielen.

Was wir daran besonders finden:
Die sehr gründliche, gut recherchierte und umfassende Bearbeitung des Themas Schreibhandwerk, kann fast wie ein Nachschlagewerk oder wie ein Lehrbuch benutzt werden.

Wem wir es empfehlen:
Dozenten für Kurse in kreativem Schreiben (sehr, sehr empfehlenswert!), angehenden Autoren als Zweitbuch, Autoren zur Schärfung ihrer handwerklichen Techniken und zum Nachschlagen.

Der Autor
Fritz Gesing ist Germanist, ehemaliger Gymnasiallehrer und Autor von Sachbüchern und Belletristik. Unter dem Pseudonym Frederik Berger veröffentlichte er eine ganze Reihe an hochgelobten historischen Romanen.

Zum Inhalt:

Fritz Gesings Buch ist im Bereich Schreibhandwerk das umfassendste, gründlichste und strukturierteste unter den Schreibratgebern, die wir empfehlen. Es führt durch die einzelnen handwerklichen Aspekte des kreativen Schreibens. Themen wie Plot, Dialog, szenisches und nichtszenisches Erzählen, Erzählperspektive, Charaktere etc. werden sehr gut beschrieben.

Es gibt viele Beispiele aus Texten von berühmten Schriftstellern und am Ende jedes Kapitels werden die wichtigsten Punkte in einer Checkliste zusammengefasst, die sehr hilfreich ist!

Das Buch ist in seiner umfassenden und sehr genauen Beschreibung des Schreibhandwerks fast eine Art Nachschlagewerk und daher auch Schreibpädagogen, Dozierenden, die Kurse in kreativem Schreiben, bzw. Schreibhandwerk geben, besonders ans Herz zu legen.

Wer als Autor ganz neu einsteigt und gegebenenfalls vor allem viel Ermutigung braucht, kann sich unter Umständen von der Fülle der Informationen etwas erschlagen fühlen. Daher empfehlen wir Schreibeinsteigern, neben diesem Buch, das als Nachschlagewerk sehr hilfreich ist, noch eines zu kaufen, das zwar weniger gründlich, dafür aber mutmachender und einfacher durchzuarbeiten ist, wie beispielsweise „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey.

 

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 Locker, flockig, optimistisch:

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

von James N. Frey, Emons Verlag

In Kürze:
Der Autor führt einmal quer durch das Abenteuer des Romanschreibens. Eine unterhaltsame Einführung ins Schreibhandwerk eines Romans.

Was wir daran besonders finden:
Das Buch ist witzig und locker geschrieben und macht absolut Mut. Überfordert nicht.

Wem wir es empfehlen:
Autoren, die ihr erstes Buch schreiben wollen. Und eine gut strukturierte, nicht überfrachtete Anleitung suchen.

Der Autor:
James N. Frey ist ein amerikanischer Autor von mehreren Romanen wie beispielsweise „A last Patriot“ oder „The Armageddon Game“. Außerdem ist er ein sehr erfolgreicher Dozent für Kreatives Schreiben, u.a. an der renommierten University of California. Er wurde für den in viele Sprachen übersetzten Schreibratgeber „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ berühmt.

Zum Inhalt:

Wer eine tiefergehende wissenschaftliche Abhandlung über Literatur sucht, hat das falsche Buch gewählt. Wer aber eine locker und witzig geschriebene, pragmatische Anleitung zum Schreiben von unterhaltsamen, spannenden Romanen sucht, ist mit dem Buch bestens bedient.

Es führt Schritt für Schritt und ohne Einschüchterungsgehabe durch die verschiedenen handwerklichen Aspekte des Romanschreibens. Dabei werden die wichtigsten Themen wie Figurenkonstruktion, Konflikt, Erzählformen, Prämisse, Höhepunkt etc. behandelt. Gerade Einsteigern unter den Autoren sei dieses Buch empfohlen, denn es informiert, ohne zu überfordern und es macht Mut, das Schreiben einfach zu wagen.

Auch wenn der Autor selbst erwähnt, dass sein Ratgeber nicht zum Schreiben von hochliterarischen, experimentellen Werken à la Joyce oder Woolf taugt, sind seine Tipps und literarischen Beispiele alles andere als flach, denn er zieht unter anderem Romane wie „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert, „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway oder „Lolita“ von Vladimir Nabokov heran.

Nichtsdestotrotz: Bei tieferem, umfassenderem Interesse, was das Schreibhandwerk anbetrifft, empfehlen wir ein zweites Buch, wie beispielsweise das Buch von Fritz Gesing „Kreativ schreiben, Handwerk und Technik des Erzählens“.

Unserer Meinung nach ist „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey ein Must Have für Schreibeinsteiger, die das Abenteuer Romanschreiben wagen und sich dabei unterstützen und Mut machen lassen wollen.

 

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Von der Meisterin des Suspense persönlich:

03,200_Wort für Wort
Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben

von Elizabeth George, Goldmann Verlag

In Kürze:
Anleitung für Schreibhandwerk, interessante Textesammlung, Einblick ins eigene Schaffen.

Was wir daran besonders finden:
Die umfassende Sammlung von Texten berühmter Autoren, der Einblick in das eigene Schreiben ist bei einer so berühmten Autorin, insbesondere für die Fans, natürlich sehr interessant!

Wem wir es empfehlen:
Allen Fans von Elizabeth George, angehenden Autoren, die in die Welt des kreativen Schreibens (mit Fokus auf Handwerk) eingeführt werden wollen.

Die Autorin:
Die amerikanische Bestsellerautorin Elizabeth George weiß, wovon sie schreibt. Nicht nur hat sie bereits zahlreiche Romane geschrieben, von denen viele verfilmt wurden, sie hat auch lange Jahre als Dozentin für Kreatives Schreiben an der Uni unterrichtet. Ihr Ermittlerduo Inspector Lynley und Sergeant Havers ist unzähligen Lesern ein Begriff.

Zum Inhalt:

„Es ist lächerlich und kurzsichtig, zu glauben, dass man die Grundzüge der Erzählkunst nicht lehren kann“, schreibt Elizabeth George im Vorwort und spricht uns als Institut für Kreatives Schreiben damit aus der Seele!

In Ihrem Buch gibt sie eine ausführliche Anleitung zum Schreibhandwerk. Wie gestaltet man Dialoge, was ist ein Plot und wozu ist er gut, wie zeichnet man stimmige Figuren und viele weitere Themen (Perspektive, Schauplatz etc.) werden ausführlich beschrieben.

Aber das Buch ist mehr als ein übliches Ratgeberbuch zum Schreibhandwerk. Die Autorin hat eine herausragende Sammlung zusammengestellt mit Beispielen von Texten ganz unterschiedlicher Autoren, darunter Toni Morrison, William Faulkner, Ernest Hemingway, William Golding, John Irving, Stephen King und weitere. Es sind diese anschaulichen Beispieltexte, die das Buch zu einer echten Schatzkiste machen!

Außerdem gibt sie einen intimen Einblick in den Prozess ihres eigenen Schreibens. Jedem Kapitel ist ein Tagebucheintrag vorangestellt, der entstand, während sie an einem Roman gearbeitet hat. Sie beschreibt auch ihre Arbeitsweise sehr genau und gibt damit eine sehr nützliche Art Schritt-für-Schritt-Anleitung für angehende Autoren.

Das ganze, über 300 Seiten dicke Buch ist voll mit Tipps und interessanten Informationen. Zu den wichtigsten Ratschlägen gehört wohl, dass man, anstatt sich einfach hinzusetzen und loszuschreiben, einen Roman vorbereiten sollte. Plotten, recherchieren, Skizzen machen, Biografien der Personen festlegen, Schauplätze besuchen. Im Großen und Ganzen empfiehlt sie das, was wir auf unserer Seite Roman schreiben in komprimierter Form auch empfehlen, nämlich vor der Reise die Reiseroute festzulegen.  

Und wo, fragen Sie sich vielleicht, bleibt bei all den Vorbereitungen und handwerklichen Techniken denn nun die Kunst?
Die fängt, nach Elizabeth George, an, sobald man das Handwerk gelernt hat.

 

 

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DAS Handbuch für AutorInnen zu Themen rund ums Schreiben und Veröffentlichen:

Handbuch für Autorinnen und Autoren

Handbuch für Autorinnen und Autoren: Informationen und Adressen aus dem deutschen Literaturbetrieb und der Medienbranche.

von Sandra Uschtrin, Verlag Uschtrin

In Kürze:
Eine umfassende Sammlung von Adressen, Informationen, Interviews, Tipps etc. rund um den Buchmarkt für (angehende) AutorInnen.

Was wir daran besonders finden:
Die interessanten Interviews, die umfangreiche Sammlung von Adressen, die unzähligen interessanten Infos, zum Beispiel zum Normvertrag oder die zur Zeit hochaktuellen Infos zum Thema Selfpublishing. Ein Nachschlagewerk rund um den Buchmarkt mit mehr als 700 Seiten.

Wem wir es empfehlen:
AutorInnen, die sich über den Buchmarkt informieren wollen.

Die Autorin und Herausgeberin
Sandra Uschtrin gilt als Urgestein der deutschen Autorenszene. Ihr Handbuch, ebenso wie die Literaturzeitschriften Federwelt und Selfpublisher sind einer großen Anzahl von Autoren bekannt und sehr geschätzt.

Zum Inhalt:
Das Thema Selfpublishing ist im Buch stark vertreten mit Themen wie Lektorat, Covergestaltung, Verlage, Marketing, Webseite, Blogs etc.
Außerdem: Infos zu diversen Genres wie Hörspiel, Heftroman, Drehbuch, Theater, Aus/Fortbildung für Schriftsteller, Exposee, Verlage kontaktieren, Literaturzeitschriften. Sehr hilfreiche Adresssammlungen mit Schwerpunkten von Verlagen und Literaturagenturen.
Besonders interessant für Autoren, die ein erstes Angebot von einem Verlag haben: der umfangreiche Kommentar zum Normvertrag für den Abschluss von Verlagsverträgen.

Unter den Büchern für Autoren ist das Handbuch von Sandra Uschtrin nicht mehr wegzudenken. Vor 30 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht, hat es viele AutorInnen auf ihrem Weg zur Professionalisierung mit Tipps, Interviews, Adressen, Informationen rund ums Thema Schreiben und Veröffentlichen geholfen. Mittlerweile in der 8. Auflage wurde das Buch immer umfangreicher. Auch wenn der Preis stolz ist, unserer Meinung nach lohnt sich die Anschaffung.