Schreibratgeber: Rezensionen, Tipps, Empfehlungen

Interessante Bücher zum Thema Kreatives Schreiben

 

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe an Schreibratgebern, Büchern die sich rund um die Themen Schreibhandwerk, Kreativität, Kreatives Schreiben, Autor werden, Romanschreiben etc. drehen.

Wir haben hier nur eine kleine Auswahl  getroffen, Bücher, die wir Ihnen empfehlen können, ganz subjektiv, aber dennoch mit unserer langjährigen Erfahrung als Autoren und Dozenten im Hintergrund.

 

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 Hier immer unser neuester Tipp:

 

Vom Meister persönlich

Das Leben und das SchreibenBuchcover von Stephen Kings Das Lebn und das Schreiben

von Stephen King, Ullstein Verlag

In Kürze:
Stephen King schreibt im ersten Teil über sein Leben als Autor. Außerdem gibt er zahlreiche Schreibtipps.

Was wir daran besonders finden:
Der autobiografische Teil ist sehr interessant und auch sehr unterhaltsam geschrieben. Zu erfahren, wie einer der weltweit berühmtesten Autoren zum Schreiben und schließlich zum Veröffentlichen kam. Besonders eindrücklich ist es, zu lesen, wie er seine ersten Schritte schildert, wie er jahrelang Kurzgeschichten schrieb, einschickte und Absagen kassierte. Und trotzdem über Jahre dran blieb! Besonders schön für uns Autoren ist aber der Teil, in dem er erzählt, wie schließlich ein Verlag für seinen ersten Roman (Carrie, wunderbar verfilmt mit Sissy Spacek) sagenhafte 400.000 Dollar Vorschuss bot.

Wem wir es empfehlen:
Angehenden AutorInnen.

Der Autor
Stephen King gehört mit weltweit über 400 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten amerikanischen Schriftstellern. Seine Romane wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt, zigfach verfilmt (Mysery, Shining, Carry u. a.) und er erhielt zahlreiche Preise.

Zum Inhalt:
Das Buch besteht aus zwei Teilen.
Im ersten Teil geht es um Stephen Kings Leben. Eine Art kurze Autobiografie mit besonderem Fokus aufs Schreiben. Man erfährt, dass er mit einem Bruder und einer alleinerziehenden Mutter unter eher ärmlichen Umständen aufwuchs. Er begann schon als Kind zu schreiben, schickte über Jahre Kurzgeschichten an Zeitschriften und wurde über Jahre nicht veröffentlicht. Dann der Riesenerfolg mit seinem ersten Roman Carrie. Er beschreibt auch sehr rührend, wie seine Frau ihn in allen Lebenslagen unterstützte im Schreiben, obwohl sie mittlerweile drei Kinder hatten und sein Gehalt als Lehrer sehr gering war.
Im zweiten Teil gibt er jede Menge an Tipps zum Schreiben, darunter rein handwerkliche, wie man mit Adjektiven umgehen sollte, zum Beispiel, oder dass man einerseits recherchieren, die Ergebnisse seiner Recherche aber sehr zurückhaltend in den Text einfließen lassen sollte. Er gibt aber auch viele wichtige Hinweise zum Leben als Autor. Wie man an die Autorenkarriere herangehen kann, was erfolgsversprechend ist und was nicht.
Nicht zuletzt tut er auch noch seine Meinung über Schreibkurse kund. Beschreibt ein paar der Fehler, die in solchen Kursen gemacht werden und den Autoren nicht nützen oder sogar schaden. (Übrigens alles Fehler, die wir in unseren Kursen NICHT machen ;-), dazu gehört zum Beispiel, dass man in den Kursen gerade erst entstandene Texte kritisiert.)

 

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Und hier alle weiteren Empfehlungen:

Eines der wichtigsten Standardwerke für Schreibhandwerk:

Kreativ schreiben
Handwerk und Technik des Erzählens

von Fritz Gesing, DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG

In Kürze:
Ein umfassendes Standardwerk zum Handwerk des kreativen Schreibens mit vielen Textbeispielen.

Was wir daran besonders finden:
Die sehr gründliche, gut recherchierte und umfassende Bearbeitung des Themas Schreibhandwerk, kann fast wie ein Nachschlagewerk oder wie ein Lehrbuch benutzt werden.

Wem wir es empfehlen:
Dozenten für Kurse in kreativem Schreiben (sehr, sehr empfehlenswert!), angehenden Autoren als Zweitbuch, Autoren zur Schärfung ihrer handwerklichen Techniken und zum Nachschlagen.

Der Autor
Fritz Gesing ist Germanist, ehemaliger Gymnasiallehrer und Autor von Sachbüchern und Belletristik. Unter dem Pseudonym Frederik Berger veröffentlichte er eine ganze Reihe an hochgelobten historischen Romanen.

Zum Inhalt:
Fritz Gesings Buch ist im Bereich Schreibhandwerk das umfassendste, gründlichste und strukturierteste unter den Schreibratgebern, die wir empfehlen. Es führt durch die einzelnen handwerklichen Aspekte des kreativen Schreibens. Themen wie Plot, Dialog, szenisches und nichtszenisches Erzählen, Erzählperspektive, Charaktere etc. werden sehr gut beschrieben.

Es gibt viele Beispiele aus Texten von berühmten Schriftstellern und am Ende jedes Kapitels werden die wichtigsten Punkte in einer Checkliste zusammengefasst, die sehr hilfreich ist!

Das Buch ist in seiner umfassenden und sehr genauen Beschreibung des Schreibhandwerks fast eine Art Nachschlagewerk und daher auch Schreibpädagogen, Dozierenden, die Kurse in kreativem Schreiben, bzw. Schreibhandwerk geben, besonders ans Herz zu legen.

Wer als Autor ganz neu einsteigt und gegebenenfalls vor allem viel Ermutigung braucht, kann sich unter Umständen von der Fülle der Informationen etwas erschlagen fühlen. Daher empfehlen wir Schreibeinsteigern, neben diesem Buch, das als Nachschlagewerk sehr hilfreich ist, noch eines zu kaufen, das zwar weniger gründlich, dafür aber mutmachender und einfacher durchzuarbeiten ist, wie beispielsweise „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey.

 

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 Locker, flockig, optimistisch:

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

von James N. Frey, Emons Verlag

In Kürze:
Der Autor führt einmal quer durch das Abenteuer des Romanschreibens. Eine unterhaltsame Einführung ins Schreibhandwerk eines Romans.

Was wir daran besonders finden:
Das Buch ist witzig und locker geschrieben und macht absolut Mut. Überfordert nicht.

Wem wir es empfehlen:
Autoren, die ihr erstes Buch schreiben wollen. Und eine gut strukturierte, nicht überfrachtete Anleitung suchen.

Der Autor:
James N. Frey ist ein amerikanischer Autor von mehreren Romanen wie beispielsweise „A last Patriot“ oder „The Armageddon Game“. Außerdem ist er ein sehr erfolgreicher Dozent für Kreatives Schreiben, u.a. an der renommierten University of California. Er wurde für den in viele Sprachen übersetzten Schreibratgeber „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ berühmt.

Zum Inhalt:
Wer eine tiefergehende wissenschaftliche Abhandlung über Literatur sucht, hat das falsche Buch gewählt. Wer aber eine locker und witzig geschriebene, pragmatische Anleitung zum Schreiben von unterhaltsamen, spannenden Romanen sucht, ist mit dem Buch bestens bedient.

Es führt Schritt für Schritt und ohne Einschüchterungsgehabe durch die verschiedenen handwerklichen Aspekte des Romanschreibens. Dabei werden die wichtigsten Themen wie Figurenkonstruktion, Konflikt, Erzählformen, Prämisse, Höhepunkt etc. behandelt. Gerade Einsteigern unter den Autoren sei dieses Buch empfohlen, denn es informiert, ohne zu überfordern und es macht Mut, das Schreiben einfach zu wagen.

Auch wenn der Autor selbst erwähnt, dass sein Ratgeber nicht zum Schreiben von hochliterarischen, experimentellen Werken à la Joyce oder Woolf taugt, sind seine Tipps und literarischen Beispiele alles andere als flach, denn er zieht unter anderem Romane wie „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert, „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway oder „Lolita“ von Vladimir Nabokov heran.

Nichtsdestotrotz: Bei tieferem, umfassenderem Interesse, was das Schreibhandwerk anbetrifft, empfehlen wir ein zweites Buch, wie beispielsweise das Buch von Fritz Gesing „Kreativ schreiben, Handwerk und Technik des Erzählens“.

Unserer Meinung nach ist „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey ein Must Have für Schreibeinsteiger, die das Abenteuer Romanschreiben wagen und sich dabei unterstützen und Mut machen lassen wollen.

 

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Von der Meisterin des Suspense persönlich:

03,200_Wort für Wort
Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben

von Elizabeth George, Goldmann Verlag

In Kürze:
Anleitung für Schreibhandwerk, interessante Textesammlung, Einblick ins eigene Schaffen.

Was wir daran besonders finden:
Die umfassende Sammlung von Texten berühmter Autoren, der Einblick in das eigene Schreiben ist bei einer so berühmten Autorin, insbesondere für die Fans, natürlich sehr interessant!

Wem wir es empfehlen:
Allen Fans von Elizabeth George, angehenden Autoren, die in die Welt des kreativen Schreibens (mit Fokus auf Handwerk) eingeführt werden wollen.

Die Autorin:
Die amerikanische Bestsellerautorin Elizabeth George weiß, wovon sie schreibt. Nicht nur hat sie bereits zahlreiche Romane geschrieben, von denen viele verfilmt wurden, sie hat auch lange Jahre als Dozentin für Kreatives Schreiben an der Uni unterrichtet. Ihr Ermittlerduo Inspector Lynley und Sergeant Havers ist unzähligen Lesern ein Begriff.

Zum Inhalt:
„Es ist lächerlich und kurzsichtig, zu glauben, dass man die Grundzüge der Erzählkunst nicht lehren kann“, schreibt Elizabeth George im Vorwort und spricht uns als Institut für Kreatives Schreiben damit aus der Seele!
In Ihrem Buch gibt sie eine ausführliche Anleitung zum Schreibhandwerk. Wie gestaltet man Dialoge, was ist ein Plot und wozu ist er gut, wie zeichnet man stimmige Figuren und viele weitere Themen (Perspektive, Schauplatz etc.) werden ausführlich beschrieben.

Aber das Buch ist mehr als ein übliches Ratgeberbuch zum Schreibhandwerk. Die Autorin hat eine herausragende Sammlung zusammengestellt mit Beispielen von Texten ganz unterschiedlicher Autoren, darunter Toni Morrison, William Faulkner, Ernest Hemingway, William Golding, John Irving, Stephen King und weitere. Es sind diese anschaulichen Beispieltexte, die das Buch zu einer echten Schatzkiste machen!

Außerdem gibt sie einen intimen Einblick in den Prozess ihres eigenen Schreibens. Jedem Kapitel ist ein Tagebucheintrag vorangestellt, der entstand, während sie an einem Roman gearbeitet hat. Sie beschreibt auch ihre Arbeitsweise sehr genau und gibt damit eine sehr nützliche Art Schritt-für-Schritt-Anleitung für angehende Autoren.

Das ganze, über 300 Seiten dicke Buch ist voll mit Tipps und interessanten Informationen. Zu den wichtigsten Ratschlägen gehört wohl, dass man, anstatt sich einfach hinzusetzen und loszuschreiben, einen Roman vorbereiten sollte. Plotten, recherchieren, Skizzen machen, Biografien der Personen festlegen, Schauplätze besuchen. Im Großen und Ganzen empfiehlt sie das, was wir auf unserer Seite Roman schreiben in komprimierter Form auch empfehlen, nämlich vor der Reise die Reiseroute festzulegen.  

Und wo, fragen Sie sich vielleicht, bleibt bei all den Vorbereitungen und handwerklichen Techniken denn nun die Kunst?
Die fängt, nach Elizabeth George, an, sobald man das Handwerk gelernt hat.

 

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DAS Handbuch für AutorInnen zu Themen rund ums Schreiben und Veröffentlichen:

Handbuch für Autorinnen und Autoren

Handbuch für Autorinnen und Autoren: Informationen und Adressen aus dem deutschen Literaturbetrieb und der Medienbranche.

von Sandra Uschtrin, Verlag Uschtrin

In Kürze:
Eine umfassende Sammlung von Adressen, Informationen, Interviews, Tipps etc. rund um den Buchmarkt für (angehende) AutorInnen.

Was wir daran besonders finden:
Die interessanten Interviews, die umfangreiche Sammlung von Adressen, die unzähligen interessanten Infos, zum Beispiel zum Normvertrag oder die zur Zeit hochaktuellen Infos zum Thema Selfpublishing. Ein Nachschlagewerk rund um den Buchmarkt mit mehr als 700 Seiten.

Wem wir es empfehlen:
AutorInnen, die sich über den Buchmarkt informieren wollen.

Die Autorin und Herausgeberin
Sandra Uschtrin gilt als Urgestein der deutschen Autorenszene. Ihr Handbuch, ebenso wie die Literaturzeitschriften Federwelt und Selfpublisher sind einer großen Anzahl von Autoren bekannt und sehr geschätzt.

Zum Inhalt:
Das Thema Selfpublishing ist im Buch stark vertreten mit Themen wie Lektorat, Covergestaltung, Verlage, Marketing, Webseite, Blogs etc.
Außerdem: Infos zu diversen Genres wie Hörspiel, Heftroman, Drehbuch, Theater, Aus/Fortbildung für Schriftsteller, Exposee, Verlage kontaktieren, Literaturzeitschriften. Sehr hilfreiche Adresssammlungen mit Schwerpunkten von Verlagen und Literaturagenturen.
Besonders interessant für Autoren, die ein erstes Angebot von einem Verlag haben: der umfangreiche Kommentar zum Normvertrag für den Abschluss von Verlagsverträgen.

Unter den Büchern für Autoren ist das Handbuch von Sandra Uschtrin nicht mehr wegzudenken. Vor 30 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht, hat es viele AutorInnen auf ihrem Weg zur Professionalisierung mit Tipps, Interviews, Adressen, Informationen rund ums Thema Schreiben und Veröffentlichen geholfen. Mittlerweile in der 8. Auflage wurde das Buch immer umfangreicher. Auch wenn der Preis stolz ist, unserer Meinung nach lohnt sich die Anschaffung.

 

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DAS Kultbuch der Kreativen:

Der Weg des Künstlers Buch: Der Weg des Künstlers
Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität

von Julia Cameron, KNAUR

In Kürze:
Ein Buch, das sich mit dem Entdecken, dem Pflegen und Aufrechterhalten der Kreativität beschäftigt.

Was wir daran besonders finden:
Das Buch hat sich über die Jahre nicht ohne Grund zu einer Art Kultbuch der kreativen Szene entwickelt. Es gibt viele hilfreiche Tipps, wie man seine Kreativität entdecken und fördern kann. Es ist übrigens auch hilfreich für Menschen, die mit Spiritualität nichts anfangen können.

Wem wir es empfehlen:
Schreibpädagogen und Autoren. Menschen, die ihre Kreativität fördern möchten.

Die Autorin
Julia Cameron ist Drehbuchautorin und Journalistin und gibt Kreativitäts-Seminare.

Zum Inhalt:
Die Autorin gibt zahlreiche Anregungen, wie man die eigene Kreativität entdecken kann. Es gibt für diese Entdeckungsreise ein 12-Wochen-Programm mit vielen wertvollen Übungen.

Viele dieser Anregungen dienen dem Wegräumen von Hindernissen, Ängsten und Blockaden. So kann man Schritt für Schritt die eigene Kreativität entdecken.

Berühmt unter den Übungen sind die Morgenseiten, die von vielen ausprobiert wurden und uns in unseren Kursen auch immer wieder begegnen.

Wichtig: Auch wenn das Buch spirituell inspiriert ist, kann man als Nichtspiritueller davon profitieren und viel Neues über den Umgang mit Kreativität dazu lernen.

 

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Eine Fundgrube für Schreibpädagogen:

Kreative LiteraturgeschichteBuch: Kreative Literaturgeschichte

von Lutz von Werder, Schibri Verlag

In Kürze:
Das Buch präsentiert Literaturgeschichte als Geschichte von Schreibtechniken.

Was wir daran besonders finden:
Statt theoretischer literaturwissenschaftlicher Abhandlungen werden die für die verschiedenen Epochen typischen Schreibstile und zahlreiche kreative Anregungen und Übungen vorgestellt. So kann man sich beispielsweise von der Romantik oder dem Naturalismus zur Produktion eigener Texte anregen lassen. So kann man Literaturgeschichte durch Schreiben selbst erfahren. Eine echte Fundgrube für Kurse in kreativem Schreiben.

Wem wir es empfehlen:
Schreibpädagogen.

Der Autor
Professor Lutz von Werder ist einer der wichtigsten und aktivsten Protagonisten der deutschen Schreibbewegung. Seit den 70er Jahren hat er durch unzählige Seminare, Bücher, Radiosendungen und literarische Cafés zur Verbreitung des kreativen Schreibens beigetragen.

Zum Inhalt:
In 9 Kapiteln werden verschiedene literarische Epochen und ihre Besonderheiten vorgestellt: Schreibspiele von der Antike bis zum Barock, Schreibstimuli bei Goethe, romantische Schreiberfahrungen, naturalistisches und expressionistisches Schreiben, Schreibspiele des Surrealismus und viele mehr.

Schreibpädagogen, Leiter von Schreibwerkstätten, Lehrer haben mit dem Buch eine reiche Sammlung an einzelnen Übungen und Methoden für ihre Kurse.

 

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Sehr hilfreich für Schreibpädagoginnen:

Neue FantasiereisenBuch: Neue Fantasiereisen
Entspannende Übungen für Jugendarbeit und Erwachsenenbildung

von Stefan Adams, Don Bosco

In Kürze:
Ein Buch, das zahlreiche Fantasiereisen zur Auswahl hat.

Was wir daran besonders finden:
Die umfassende Information zu dem Thema. Es gibt neben den Vorschlägen zu Fantasiereisen auch Kapitel zu den Rahmenbedingungen, zur Weiterarbeit etc.

Warum wir es empfehlen:
Fantasiereisen kann man für zahlreiche unterschiedliche Schreibanlässe benutzen. Zur Entspannung, zur Annäherung an ein bestimmtes Thema, zur Anregung für das Schreiben von Texten, ganz allgemein zur Anregung der Fantasie.

Der Autor
Stefan Adams ist Sozialpädagoge und Medienpädagoge und ist intensiv in der Jugendarbeit tätig. Er setzt außerdem bei Erwachsenen seit vielen Jahren Fantasiereisen in Kursen zur Entspannung durch.

Zum Inhalt:
Der Autor führt in das Thema Fantasiereisen in mehreren Kapiteln ein: In Kapitel 1 erläutert er die Methode, beschreibt unter anderem, wozu Fantasiereisen eingesetzt werden können, welche Rahmenbedingungen erfüllt sein sollten. In Kapitel 2 und 3 geht es darum, wie man  in die Fantasiereise einführt, wie man danach wieder zur Realität zurückkehrt und mit dem Erlebten weiter arbeitet. In Kapitel 4 gibt er zahlreiche Fantasiereisen vor.

 

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Sehr interessant für Lehrer und Schreibpädagoginnen:

Türen zur FantasieBuch: Türen zur Fantasie
Kreatives Schreiben im Unterricht mit 100 Schreibspielen

von Marion Gray, Autorenhaus Verlag

In Kürze:
100 Schreibanlässe mit Beispieltexten.

 Was wir daran besonders finden:
Es hat eine sehr gute Struktur, ideal für KursleiterInnen von Kursen in kreativem Schreiben, eine Art Handwerkskoffer. Zu jeder Übung gibt es Texte, die real von Schülern dazu geschrieben wurden.

Warum wir es empfehlen:
SchreibpädagogInnen, Leiter von Schreibwerkstätten, Lehrerinnen, die kreatives Schreiben im Unterricht integrieren möchten, finden in dem Buch eine vielfältige Sammlung an einzelnen Übungen.

 Die Autorin
Marion Gay leitet seit vielen Jahren Schreibwerkstätten und gibt außerdem an Schulen Unterricht in kreativem Schreiben.

 Zum Inhalt:
100 Schreibspiele zu den verschiedensten Themen. Am Anfang steht immer der Schreibanlass, dann folgt die Angabe, für welche Altersgruppe sich die Übung eignet und auch wie lange sie in etwa dauert. Die Übungen sind für Schüler zwischen 6 und 14 Jahren gedacht. Aber es sind viele dabei, die man auch sehr gut mit Erwachsenen machen kann.

 

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Amüsant und lehrreich

Musenküsse. »Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche.«Buch mit dem Titel Musenküsse
Die täglichen Rituale berühmter Künstler

von Mason Currey, Verlag Kein & Aber

In Kürze:
Eine witzige und interessante kleine Sammlung von Gewohnheiten berühmter Künstler

Was wir daran besonders finden:
Zu sehen, dass jeder seine eigene Art entwickelt hat, kreativ zu sein.

Wem wir es empfehlen:
Angehenden AutorInnen und Schreibpädagoginnen, insbesondere denjenigen, die immer noch denken, wenn man nicht täglich mindestens drei Stunden schreibt wie Thomas Mann, könne man es auch gleich sein lassen.

Der Autor
Mason Currey arbeitete lange Jahre als Redakteur. Als klassischer Morgenmensch konnte er nur vormittags so richtig kreativ sein. Das ärgerte ihn und veranlasste ihn zur Recherche bezüglich der Arbeitsgewohnheiten anderer Autoren. Die Ergebnisse seiner Recherchen veröffentlichte er zuerst in einem Blog, dann in diesem Buch und schließlich in weiteren Büchern.

Zum Inhalt:
Das Buch ist eine Sammlung unterhaltsamer kleiner Texte und Anekdoten über die Umstände, unter denen berühmte Künstler kreativ wurden und werden. Es geht dabei nicht um das Ergebnis des kreativen Schaffens, sondern um die Rituale und Alltagsroutinen, die Tricks und inspirativen Methoden, die Künstler so anwenden, um kreativ zu sein.

Darunter so köstliche wie die berühmten faulen Äpfel in der Schublade von Friedrich Schiller, deren Duft ihn inspirierte. Proust nahm zur Einstimmung ein bisschen Opium zu sich, außerdem immer einen Café au Lait und ein Croissant. Man erfährt auch, dass Günter Grass nur tags schrieb, während sich Schiller lieber nachts an den Schreibtisch setzte, weil er dann ungestört war. Alice Munro hatte am Anfang ihrer Karriere nur Ruhe zum Schreiben, wenn ihre Töchter Mittagsschlaf hielten. Toni Morrison findet die ganz frühen Morgenstunden am inspirierendsten, aber regelmäßig schreiben konnte sie noch nie. Dickens ließ sich eine doppelte Tür an sein Arbeitszimmer anbringen, damit kein Laut herein drang, und Kafka turnte nackt bei offenem Fenster.  

Auf jeden Fall amüsant zu lesen, auch eine Hommage an die Verrücktheiten der Künstler. Für angehende AutorInnen deshalb so wichtig, damit man gar nicht erst auf den Gedanken kommt, es gäbe nur einen einzigen Weg (üblicherweise wird immer gerne Thomas Mann als Vorbild herangezogen, der immer exakt von 9 bis 12 Uhr geschrieben haben soll). Außerdem ein gutes Geschenk für literarisch/künstlerisch Interessierte.

 

 

 

Bilder Copyright: von oben nach unten: Verlage: Heyne,  DuMont, Emons, Goldmann, Uschtrin, Knaur, Schibri, Don Bosco, Autorenhaus, Kein & Aber.