Kurzgeschichte schreiben

Short story: Tipps und Infos zum Kurzgeschichten-Schreiben!

 

Das Schreiben von Kurzgeschichten ist meist nicht die oberste Priorität von kreativ Schreibenden. Die meisten haben eine Autobiografie im Kopf oder einen fiktionalen Roman. Die wenigsten denken in erster Linie an einen Band mit Kurzgeschichten. Und wenn man das Veröffentlichen in einem großen Verlag anstrebt, einen Bestseller, einen Millionseller gar, dann schlägt man mit Kurzgeschichten den eher steinigen Weg ein.

Nichtsdestotrotz ist es immer wieder AutorInnen gelungen, damit sehr erfolgreich zu sein! Denken Sie an das seinerzeit in jeder Buchhandlung liegende „Küsschen, Küsschen“ von Roal Dahl oder an die hochgelobte Judith Hermann mit ihrem Band „Sommerhaus, später“, ganz zu schweigen von der Literaturpreisträgerin Alice Munro!

Unserer Meinung nach sollten Künstler ohnehin das machen, was sie machen wollen und nicht in erster Linie, was der Markt fordert. Aber abgesehen von der Tatsache, dass Kurzgeschichten eine ganz wunderbare und einzigartige literarische Form der Prosa sind, gibt es ein paar wirklich gute Gründe, warum das Schreiben von Kurzgeschichten sinnvoll sein kann. Insbesondere für Einsteiger, aber auch für bereits veröffentlichte Autoren und Autorinnen.

 

5 gute Gründe für das Schreiben von Kurzgeschichten

Grund 1: Sich kreativ ausprobieren, hin und wieder Kurzgeschichten schreiben

Gerade für Einsteiger ins kreative Schreiben hat die kurze Form viele Vorteile. Man kann sich ausprobieren: verschiedene Themen, Stile, Perspektiven, Tonfälle und so weiter. Und das, ohne sich auf ein langes Projekt festzulegen, wie das beim Romanschreiben geschieht. Tatsächlich kann man gerade mit Kurzgeschichten seine Kreativität voll ausleben. Und so auch Schritt für Schritt zum eigenen Stil, zu den eigenen Schreib-Vorlieben finden. In unserem Wochenendworkshop Kurzgeschichten schreiben können Sie das Wichtigste zu Struktur und Erzähltechnik lernen.

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Grund 2: Themen ausloten: Kurzgeschichte schreiben oder Roman?

Es gibt Themen, die hat man im Kopf, aber sie geben (noch) nicht viele Seiten her. Sie würden für einen Roman nicht ausreichen, aber für eine Kurzgeschichte sehr wohl. Es kann auch passieren, dass man eine Idee hat und diese erst einmal in einer Kurzgeschichte benutzt. Dann wird einem klar, das Interesse daran ist tiefergehend, dann schreibt man einen Roman darüber. Nabokov zum Beispiel hat die Idee mit Lolita sowohl als Kurzgeschichte (Der Zauberer), als auch als Roman (Lolita) umgesetzt.

Grund 3: Erste Möglichkeit einer Veröffentlichung!

Neben den großen Publikumsverlagen gibt es auch kleinere, deren Auflagenzahlen nicht so hoch sind, deren Bücher nicht ganz vorne auf den Tischen im Eingangsbereich der Buchhandlungen ausliegen. Kleine und mittlere Verlage haben den Vorteil, dass sie noch Experimente wagen. Sie veröffentlichen häufig Anthologien, das sind Sammelbände mit Kurzgeschichten von unterschiedlichen Autoren. Und sie trauen sich, darin auch vollkommen unbekannte AutorInnen mit aufzunehmen. Man kann es diesen Verlagen nicht genug danken, dass sie dieses Abenteuer immer wieder wagen und so Neueinsteigern die Tür in die bunte Welt des Veröffentlichens einen Schritt weit öffnen.

Sollten Sie also eine Kurzgeschichte fertig geschrieben haben, behalten Sie die Ausschreibungen für Anthologien im Auge. Wenn das geforderte Thema und der Umfang passen, schicken Sie Ihre Geschichte ein. Es gibt ständig Ausschreibungen und früher oder später klappt es bestimmt und Sie halten Ihre erste Veröffentlichung in den Händen!

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Grund 4: Einen Preis für eine Kurzgeschichte erhalten!

Wer träumt nicht davon, einen literarischen Preis zu erhalten! Viele dieser Preise werden für Kurzgeschichten vergeben.

Was es bringt? Manchmal gutes Geld. Unvergessen der Brigitte-Kurzgeschichten-Preis, der einst mit 25.000 DM (!) dotiert war. Den gibt es leider, leider nicht mehr. Aber hin und wieder geht es auch einmal um 1.000 oder 2.000 Euro, manchmal gibt es nur ein Buchpaket, Sachpreise, eine Veröffentlichung in einer Anthologie oder eine Einladung zur feierlichen Preisverleihung. Egal wie attraktiv oder hochdotiert der Preis ist, er ist immer Gold wert!

Warum? Er erhöht Ihre Reputation als AutorIn sprunghaft. Sie können den Preis in Ihre Vita schreiben. Falls Sie einmal mit der Presse zu tun haben, bei Lesungen zum Beispiel, werden Sie merken, dass Journalisten dieses Thema nur zu gerne aufgreifen. Es soll Literaturagenten geben, die neue Autoren nur annehmen, wenn sie mindestens einen Preis erhalten haben. Auch bei der Manuskripteinreichung im Verlag gibt es Ihnen einen deutlichen Vorsprung vor den anderen unbekannten Autoren.

Kurz und gut: Ein Preis ist wunderbar!

Schauen Sie sich, bevor Sie den Text verschicken, am besten noch einmal unsere Infos zur Normseite und zum Einreichen eines Manuskripts an, damit Sie einen professionellen Eindruck machen.

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Grund 5: Stipendium, Aufenthalt als Stadtschreiber, Inselschreiber o. ä.

Auch bei Ausschreibungen für Stipendien, die zum Beispiel den Aufenthalt in einem idyllisch gelegenen Haus in einer interessanten Stadt oder Region beinhalten können (so genannte Stadtschreiber), einen bezahlten Aufenthalt auf einer Insel (Inselschreiber) oder einfach nur einen 6 Monate dauernden monatlichen Geldsegen, das alles und mehr kann mit dem Einreichen einer Kurzgeschichte erlangen.

Auch hier gilt: Man muss es tun!

Nicht nur davon träumen, sondern die Kurzgeschichte schreiben, sie überarbeiten, in Normseiten formatieren, die gewünschten Unterlagen zusammenstellen, rausschicken. Falls sie nicht angenommen wird, nicht aufgeben, bei der nächsten passenden Ausschreibung wieder losschicken und früher oder später klappt es meist!

 

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